Schreiben,  Schreibtipps

Was ist aktives Schreiben?

Einer der meisten Schreibtipps, die du wahrscheinlich bisher gelesen oder gehört hast, ist, dass du lieber aktiv statt passiv schreiben sollst.

Doch was genau ist der Unterschied zwischen den beiden und warum solltest du besser aktiv statt passiv schreiben?

Das erkläre ich dir hier in diesem Beitrag.

Der Unterschied zwischen passiv und aktiv

Beim Passiv ist die Handlung im Vordergrund, dein Protagonist/deine Protagonistin oder die Sache (also das Subjekt) wird zum »Zuschauer« / »Teilnehmer« degradiert, wenn du aber aktiv schreibst, dann übernimmt dein Charakter oder die Sache (also das Subjekt) die Handlung.

Das ist der große Unterschied zwischen aktiv und passiv.

Woran erkennst du passive Satzkonstruktionen?

Du erkennst Passivsätze vor allem an den (konjugierten) Wörtern »werden« / »sein« und »können«.

Beispiel Passiv: »Die Kinder wurden zur Schule gefahren!«


Hier sind nicht die Kinder im Vordergrund.


Beispiel Aktiv: »Die Kinder fahren zur Schule!«


Hier übernehmen die Kinder aktiv die Handlung. (Jetzt mal davon abgesehen, dass Kinder wahrscheinlich nicht selbst fahren, aber du verstehst, was ich meine.)

Wie bildest du Aktiv und wie Passiv?

Die Satzstruktur fürs Aktiv sieht folgendermaßen aus: Subjekt (die/der Handelnde oder die Sache) + Verb + Objekt.


Die Satzstruktur fürs Passiv wiederum sieht so aus: Subjekt + die konjugierte Form von werden/sein + das Partizip Perfekt des Hauptverbs (ge + Verbstamm + t) (z.B. von spielen = gespielt)

Warum solltest du besser aktiv schreiben?

Aktives Schreiben sorgt dafür, dass sich dein Text flüssiger liest.


Außerdem liegt der Fokus beim Schreiben in aktiv auf der handelnden Person / dem handelnden Objekt.


Aktive Sätze sind meist kürzer geschrieben, bieten mehr Informationen und sie sind meist emotionaler.

Weshalb das Schreiben in aktiv nicht immer besser ist als passiv.

Passive Sätze haben aber ebenso ihre Berechtigung. Wenn der Fokus im Text auf einen Charakter liegt, der noch unbekannt ist, du etwas noch nicht preisgeben möchtest oder du eine bestimmte Sichtweise wiedergeben möchtest, solltest du besser im Passiv schreiben.


Was wichtig ist: Du solltest in deinem Text nicht durchgehend im Aktiv und auch nicht durchgehend im Passiv schreiben. Beide Arten haben ihre Berechtigung. Es ist wie immer, die richtige Mischung macht es.

Wenn du noch auf der Suche nach einem Lektorat bist, dann melde gerne hier bei mir.

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Sarah Hecht

Hey, ich bin Sarah. Autorin und Lektorin aus Leidenschaft. Ich gebe dir hier im Blog Schreibtipps, Hilfe beim Überarbeiten und viele Tipps und Erfahrungen aus meinem Alltag und der Selbstständigkeit. Seit ich Teenager bin schreibe ich selbst und habe letztes Jahr (Juli 2023) mein erstes Buch veröffentlicht. Als zertifizierte (ADM) Lektorin möchte ich besonders Autoren und Autorinnen im Selfpublishing dabei helfen, ihren Traum vom Buch zu verwirklichen. Ich liebe beim Lektorat vor allem die kreative Arbeit am Text und in andere Geschichten einzutauchen. Du willst mehr über mich wissen? Dann schau doch mal auf meiner "Über mich"-Seite vorbei.

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